Reisen 2013

 

 

30. September - 13. Oktober 2013 Leserreise für die Zeitschrift Antike Welt an die Türkische Schwarzmeerküste

 

Die Reise führte uns von Istanbul über Trapezunt bis in die georgischen Berge nach Erzurum. Auch einige Abstecher ins Hinterland, wie z.B. nach Hadrianopolis, Pompeiopolis, Safranbolu oder Amasya standen auf dem Programm, da auch das Hinterland in der Region am Schwarzen Meer historisch eine wichtige Rolle spielte. Von der Besiedlung durch die Griechen ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. über die Eroberung durch die Römer bishin zu den Seldschuken und Osmanen spannte sich der geschichtliche Bogen. Dabei wurde deutlich, dass das Schwarze Meer, anders als das Mittelmeer, nicht im Zentrum, sondern eher an der Peripherie der Welt des antiken und mittelalterlichen Menschen lag. Auch heute scheint die Schwarzmeerküste der Türkei für Touristen zu Unrecht wenig attraktiv. So kann man hier die Türkei noch ganz türkisch genießen.

23. Mai - 2. Juni 2013 Leserreise für die Zeitschrift Antike Welt nach Israel

 

Unsere Reise legte seinen Schwerpunkt auf die antike Geschichte des heutigen Israel. Auf dem Programm standen mit Jericho eine der ältesten Städte der Welt, aber auch mit Orten wie Caesarea, Sepphoris und Massada Ausgrabungen aus der hellenistischen, hasmonäischen und römischen Zeit. Dazu kam eine ganze Reihe von archäologischen Geheimtipps wie Gamla (in den Golanhöhen) oder Beit Guvrin mit seinen hellenistischen Zisternen und phönizischen Nekropolen. Akko führte uns uns in die Kreuzfahrerzeit, Qumran zu den geheimnisvollen Essenern und der See Genezareth zu den Anfängen des Christentums. In Jerusalem verdichtet sich bis heute die Geschichte und Politik des ganzen Landes. Und so haben wir auch die heutige Situation und die lange Vorgeschichte, die dorthin geführt hat, auf unserer Reise kennen und verstehen gelernt. Als Fazit bleibt: Israel ist ein faszinierendes Land voller Gegensätze, gastfreundlicher Menschen und traumhafter Natur.

 5.-15. April Zypern

 

Im griechischen Mythos steigt die „schaumgeborene“ Aphrodite an der Küste Zyperns aus dem Meer. Dieser Mythos ist eine Reverenz an eine Insel, die aufgrund ihrer exponierten Lage im östlichen Mittelmeer immer im Zentrum des kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Austausches stand. Bereits in prähistorischer Zeit bildeten sich hier erste Siedlungen aus. Die Entdeckung und Ausbeutung der Kupferminen brachten der Insel großen Reichtum. Um 700 v. Chr. entstanden zahlreiche teils einheimische, teils fremde (phönizische) Stadtkönigtümer, von deren architektonischer Opulenz sich man vor allem in den Ausgrabungsstätten von Salamis und Paphos überzeugen kann. Berühmt sind hier und an anderen Orten die aufwendig gestalteten Königsgräber. Auch die Römer drückten der Insel ihren Stempel auf. Für sie war Zypern vor allem deswegen wichtig, weil die Insel am Schnittpunkt der großen Schifffahrtsrouten stand. Zypern war darüber hinaus eine der frühen Hochburgen des Christentums – zahlreiche Basiliken, Kirchen und Klöster vor allem aus byzantinischer Zeit sind eindrucksvolle Zeugnisse dieser wichtigen Rolle. Spannend und abenteuerlich wird die Geschichte Zyperns in der Zeit der Kreuzzüge und der Herrschaft der Lusignans. Die Reise nach Zypern hat ein einmaliges historisches, kulturelles und auch landschaftliches Erlebnis geboten, dies nicht zuletzt deswegen, weil es erst seit kurzem möglich ist, sowohl den Südteil als auch den Nordteil der Insel zu besuchen.

   

26. Februar bis 9. März 2013 Leserreise für die Zeitschrift Antike Welt Äthiopien – Wiege der Menschheit

Unsere Reise durch Äthiopien begann in der Hauptstadt Addis Abeba, der „Neuen Blume“. Von hier aus führte der Weg zunächst nach Axum. Vom 2. Jh. v.Chr. bis zum 7. Jh. n.Chr. war die Stadt das Zentrum eines bedeutenden Reiches, das Handelskontakte vom Mittelmeer bis nach Indien pflegte. König Ezana nahm hier im 4. Jh. das Christentum an und begründete damit die noch heute lebendige christliche Kultur des Landes. Durch das faszinierende Hochland fuhren wir über Yeha, einem Tempel aus dem 7.Jh. v.Chr., weiter nach Lalibela. Das kleine Bergdorf beherbergt mit seinen elf aus dem Felsen geschlagenen Monolithkirchen eine der größten Sensationen des afrikanischen Landes. Die nächste Station war Gondar, die Residenz der äthiopischen Kaiser vom 17. bis zum 19. Jh. Auf dem Tanasee entdeckten wir auf den Inseln die versteckten Klöster und gingen anschließend auf die Suchen nach den Quellen des Blauen Nil. Zum Abschluss kehrten wir nach Addis Abeba zurück. Von dort aus führte uns ein Abstecher in die südliche Steppenlandschaft nach Tija mit seinen rätselhaften Steinstelen und zur prähistorischen Grabung Melka Kunture. Neben der spannenden Geschichte des Landes waren die Begegnungen mit den Menschen ein einzigartiges Erlebnis.